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Redesign unserer Webseite

Nachdem sich unser Nicht-mehr-Start-Up mittlerweile im sechsten Jahr befindet, war es wirklich an der Zeit, unsere eigene Webseite ein wenig zu überarbeiten. Wir haben in den vergangenen Jahren furchtbar viel gelernt und tendenziell wurden die Seiten, die wir erstellt haben, immer hübscher. Jetzt kam es nur immer häufiger vor, dass die gestalteten Webseiten sehr viel eleganter daherkamen als unsere eigene Seite.

In einigen Gesprächen mit potenziellen Kunden, denen ich ein paar meiner zuletzt fertiggestellten Seiten präsentiert habe, kam häufiger eine Aussage wie: „Also die gezeigten Seiten sehen alle ja echt super aus, aber deine eigene Seite kann da offen gestanden nicht so mithalten.“

Der emotionale Druck von Freunden und Geschäftspartnern hatte irgendwann einen „äußerst gesunden“ Wert erreicht (sprich: Ich war absolut genervt davon, schon wieder zu hören, dass meine eigene Webseite „gar nicht geht“). Zudem war unsere alte Seite nicht für Mobilgeräte optimiert, was heutzutage ebenfalls „gar nicht mehr geht“ (vor 5 – 6 Jahren war das tatsächlich noch etwas anders, was uns erneut beweist, wie schnell sich die Welt ändert). Daher wurde kurzerhand der Entschluss gefasst, die Seite einem Redesign zu unterziehen.

Der Designprozess

Website Screenshots Apricum Group

Unsere Projektseite zum Redesign der Apricum Group kann sich sehen lassen

Beim Design habe ich interessanterweise einen „Bottom-Up“ Ansatz verfolgt. Das heißt, ich habe zunächst einige der Unterseiten aufgesetzt (konkreter: Die Projektseiten) und erst, nachdem ich mit der Gestaltung dieser Seiten zufrieden war, habe ich die entwickelten Design-Vorlagen (Farbwahl, Farbübergänge, etc.) für den Rest der Seite, insbesondere auch unsere Hauptseite, übernommen.
Sonst geht man sehr oft den Weg, die Hauptseite zuerst fertigzustellen und dann orientiert sich der Rest der Webseite an ihr. Mir fiel es jedoch sehr viel leichter, die Projektseiten aufzusetzen, da ich für diese eine äußerst konkrete Idee hatte und diese sowieso weiter in den Fokus rücken wollte – immerhin ist es für einen Kunden viel interessanter zu sehen, was wir schon geleistet haben und sich nicht von irgendwelchem Marketing-Blabla einlullen zu lassen, nur um dann am Ende festzustellen, dass das alles nur heiße Luft war.

Der Ton macht die Musik

Der „Ton“ auf der Seite wurde bei dieser Gelegenheit auch noch mal ein ganzes Stück weiter in die Richtung „wider dem tierischen Ernst“ gedrückt. Zwar hatten wir die alte Webseite auch bereits irgendwann vom Sie ins Du umgeschrieben, jedoch änderte das nichts daran, dass die Sätze immer noch „gestelzt“ klangen und in dieser Form nie aus meinem Mund gekommen wären. Somit ergab sich dann auch oft ein gewisser „Bruch“, wenn ein Seitenbesucher Kontakt zu uns aufgenommen hat. Es ist einfach seltsam, wenn man eine „sehr professionelle“ (in Hinsicht auf die Wortwahl) Webseite besucht, anschließend mit dem Inhaber der Agentur telefoniert und der dann das Gespräch beginnt mit „ich bin eher so der Du-Typ“.

Da ich mich nicht verstellen kann und das logischerweise auch nicht will (ich bin mit 99% meiner Kunden per Du und das funktioniert üblicherweise hervorragend), musste jetzt die Webseite in die richtige Form gepresst werden und jetzt klingen die Texte hier auch wirklich so, als kämen sie aus meinem Mund. Da unsere Kunden in meinen Augen den persönlichen Kontakt zu schätzen wissen (oder die Leute, die das nicht zu schätzen wissen, sowieso nichts mit uns anfangen können), ist das einerseits die logische Konsequenz und andererseits vermeide ich so zukünftig den seltsamen Hinweis am Telefon, da die Webseite das ebenfalls sehr gut kommuniziert.

Work in progress

So ganz sind wir mit dem Redesign unserer Webseite trotzdem noch nicht fertig. Gemäß dem Start-Up-Mantra: „Ship first, fix later“ (empfiehlt sich nicht für Unternehmen, die in der Pharma-Branche tätig sind) wollten wir jetzt aber erstmal mit der Seite an den Start gehen, bevor wir auch die letzten Kleinigkeiten glatt bügeln. Es muss wohl noch etwas mehr Inhalt in die Sidebar, dann haben wir noch ein paar eigene WordPress Plug-Ins geschrieben, die wir vielleicht mal unters Volk bringen sollten und auch bei unseren Referenzen fehlen noch gefühlte 20 Webseiten, die wir im Laufe der letzten Jahre fertig gestellt haben.

Aber hey, der Anfang ist gemacht und die bisherige Resonanz ist überwiegend positiv. Und das, nachdem mir auf sehr viele kreative Weisen mitgeteilt wurde, dass diese Seite wirklich nicht online gehen sollte; so habe ich zunächst die Arbeit eines kompletten Tages auf mysteriöse Weise verloren, weil MAMP die Änderungen in der Datenbank nicht speichern wollte, dann hat sich noch das Theme quer gestellt und wollte nicht auf die „richtige URL“ von unserer Entwicklungsumgebung umziehen und dann hat auch noch das Sprachen-Plug-In einen Fehler verursacht, so dass wir es für den Moment mal deaktivieren mussten (was bedeutet, dass hier einige englische Beiträge im öffentlich sichtbaren Bereich rumfliegen könnten). Unter dem Strich alles egal, das Ergebnis zählt und das kann sich in meinen Augen durchaus sehen lassen.

Über Oliver Gehrmann

Oliver Gehrmann ist Gründer der Agentur nexTab, Fan von Sammelkartenspielen, verheiratet und Vater eines furchtbar niedlichen Kindes, von dem gerüchteweise sogar vereinzelt Bilder in dieser Webseite eingearbeitet sind...